10. bis 24. Oktober 2002

Ich habe Freunde in Kamerun. Michael Mainsa – der junge Grundschullehrer, der uns 7 Tage durch das Grasland um Djottin im Nordwesten Kameruns begleitete. Und Cornelius Tabiem – der Kaffeebauer, der auch gleichzeitig der Vorsitzende der Kirchengemeinde ist. Und Father John Njingti – der Gemeindepfarrer von Djottin, der uns mit dem Toyota Jeep sicher auf den unwegsamen Wegen des Gebirges von Mission zu Mission brachte. Und Father Daniel Ache, der uns betreute, halb Kamerun kennt und mit uns die Partnerschaft voranbringen will.

Der schwarze Kontinent. Afrika. Kamerun. Ein Zauber liegt über diesen Worten. Kamerun – das klingt so weit weg. Aber man ist doch nach knapp 6 ½ Stunden Flugzeit in Douala – der Wirtschaftsmetropole Westafrikas. Am Donnerstag, den 10. Oktober 2002, begann dort unsere Reise durch Kamerun. Als Delegation der Unterliederbacher Kirchengemeinde St. Johannes, Ap., und des Bistums Limburg besuchten wir das Bistum Kumbo im Nordwesten Kameruns. Wir, das sind Martina Ruhs, Ulf Erdmann und Stefan Hecktor.

Douala haben wir erst am Freitag mit dem Auto Richtung Kumbo verlassen. Die Nationalstraßen sind gut ausgebaut – sieht man mal von den vielen Schlaglöchern im Asphalt ab. Aber die wirklich schlechten Straßen kommen erst viel später. 400 km legten wir in sensationellen 8 Stunden zurück. Im Bischofshaus wurden wir schon vom Generalvikar, Father Peter Watson, erwartet. Bischof Cornelius Esua ist leider noch in Italien. Ihn konnten wir nicht in Kumbo erleben. Dafür war er aber vier Wochen vor der Reise zu einem Besuch in unserer Gemeinde gewesen.

Beim Abendessen wurden wir mit den Alltagsproblemen konfrontiert. 19.00 Uhr – es war bereits dunkel. Alle saßen um den gedeckten Tisch: Der Generalvikar, der Sekretär des Bischofs, Father Eugen Nkardzedze, der Jugendpfarre. Father Daniel Ache, der Rektor der katholischen Oberschule, Father Roland, der Finanzsekretär. Father Edward, die Praktikantin aus Karlsruhe, Corinna, und wir. Ein Gebet. Das warme Abendessen: Hühnchen mit Reis, Fufu und Kartoffeln. Guten Appetit. Und – das Licht ging aus. Der Strom war in der gesamten Stadt weg. Und es war stockdunkel – keiner konnte den Nachbarn erkennen. Aber Taschenlampen und Kerzen erhelten schnell die Zimmer. Der Stromausfall dauerte diesmal erstaunlich lange: 3 Tage.

Zur Begrüßung am Samstag in Djottin, unserer Partnergemeinde, waren hunderte von Menschen auf den Beinen. Wir wurden mit Tänzen und Liedern empfangen. Herzlich, lachend und sehr neugierig. Es ist schon ein sehr merkwürdiges Gefühl, wenn man stundenlang in der Mitte steht und alles dreht sich um einen selbst.

Am Sonntagmorgen in der Eucharistiefeier saßen wir auf Ehrenplätzen im Altarraum. Die Kirche war voll. 700, 800, 900 Menschen waren da. Teilweise hatten sie einen Fußweg von 2 Stunden hinter sich. Der Gemeindechor sang zu Xylophonklängen – rhythmisch, begeisternd, unbeschreiblich. Wir übergaben die Geschenke der Gemeinde, die uns Pfarrer Werner Meuer bei unserer Aussendung mitgegeben hatte: Brot – als Symbol für den Leib Christi; die Bibel in deutsch – das Wort Gottes – und zwei Kerzen – das Licht Jesus kommt in die dunkle Welt. Die Gemeindemitglieder waren sehr dankbar. Die Bibel wurde bei der Bibelprozession mitgeführt. Auch wir nahmen bei einer Erntedankprozession innerhalb des Gottesdienstes teil. Nach knapp 3 Stunden war dieser bemerkenswerte Gottesdienst um kurz vor zwölf beendet. Schnell noch ein paar Fotos der einzelnen Gruppen mit uns. Und dann ein wohlverdientes Mittagessen – Hühnchen mit Reisen. Händeschütteln und small talk machen Appetit.

Am Nachmittag wurden wir von Father John den Fons von Djottin vorgesstellt. Fons sind regionale Fürsten, bzw. Könige. Sie üben oft noch einen großen Einfluß auf die Dorfbewohner aus. Oft Lachen diese aber auch nur über die Fons. Die Tradition wird auf der einen Seite hochgehalten, auf der anderen Seite arrangieren sich viel Fons aber auch mit den modernen Zeiten und einem modernen Staatensystem.

Fon T.N.I Mifield II – der Fon des Djottin Fondom – begrüßte uns in seinem Palast. Nach den üblichen Begrüßungsformeln – wir wußten erst nicht so genau wie die kriegerischen Tänze zu verstehen waren – lies er eine vierseitige Ansprache an uns verlesen. In diesem Papier erhob er seinen Anspruch gegenüber der katholischen Kirche, daß die traditionellen Regeln und Bräuche über den christlichen Regeln stehen. Wir sollten ihm dabei helfen, das Fondom zu stärken, indem wir die Grenzen des Königreichs in alten deutschen Kolonialunterlagen ausfindig machen und bestätigen. Leider hatten wir nicht genügend Zeit, um mit dem Fon zu speisen. So schenkte er uns zwei lebende Hühner, damit wir uns zu Hause ein Mahl zubereiten können. Innerhalb der nächsten 3 Tage sollten wir insgesamt 16 Hühner geschenkt bekommen – alle in praktischen Tragetasche.

Der zweite Fon ist wesentlich älter. Die Begrüßungstänze waren ähnlich. Die Ansprache war kürzer und nicht so fordernd. Unser Delegationsleiter Ulf hatte mittlerweile bei seinen Dankesreden Routine. Immer sendete er auch Grüße von unserem ‚parish priest Werner Meuer, pastortal assistant Michael Ickstadt and the chairperson of the parish pastoral council, who is a woman, Margurit Assmann.‘ Diese drei werden so überall in Djottin bekannt.

Auf den Nachhauseweg können wir uns endlich etwas länger mit Gemeindemitgliedern unterhalten, Martina erfährt von Frau Evelyne Banye viel über die Frauenarbeit und ich einiges über Schulen und Ausbildung.

Nach dem Abendessen hatten wir Zeit, um uns mit Father John zu unterhalten. Die Abende dauerten meist etwas länger. Es gab aber auch viel zu erzählen. Father John erklärte uns die Konflikte zwischen  Kirche, Tradition und Fon, die Aufgaben in seiner Gemeinde und wie sich das Bistum weiter entwickeln wird. Und wir erzählten von der Caritas, der Orgel und der Kirchenfinanzierung. Auch das wir in Frankfurt ein Hochhaus haben, mit Gärten darin. Dies war aber schwer zu erklären!

In den nächsten 3 Tagen fuhren Father John, Mr. Cornelius und Mr. Michael mit uns in die verschiedensten Regionen der Gemeinde. St. Joseph hat etwa 4000 Mitglieder. Die Kirchengemeinde ist in 3 Zonen mit jeweiligen Missionen unterteilt:

  1. Din – Zone mit den Missionen Ngiptang, Bamte, Nkelidin und Ngai
  2. Djottin – Zone mit Djottin und Gagi
  3. Mbiim – Zone mit Mbiim, Keri, Buh und Basse

Des weiteren werden diverse Grundschulen und eine weiterführende Schule, zwei Gesundheitsposten und ein Gesundheitszentrum betrieben. In Djottin selbst ist ein Konvent von Franziskaner – Schwestern, bei denen Martina eine sehr schöne Unterkunft bekommen hatte.

Und so ging es am Montag über schwierigste Wege Richtung Din-Zone. Wir besuchten in Bamte einen Kirchenneubau und den Gesundheits- posten. Besonders beeindruckend war unser Kurzbesuch bei der Familie Bam in Ngai. Der Sohn Ephriam war zur gleichen Zeit im Rahmen seines Praktikums im Bistum Limburg Hausgast in meiner Wohnung in Frankfurt. Die Eltern waren zu Tränen gerührt und froh neues von Ephriam aus erster Hand zu erfahren. Die Bescheidenheit und die Herzlichkeit der Familie Bam hatte auf uns einen tiefen Eindruck hinterlassen und wir sind von ganzem Herzen froh, daß wir den Umweg über Ngai genommen haben.

Ja und dann besuchten wir noch den Fon der Din: King Salomon II. Er war über unseren Besuch sehr erfreut. Und als Auszeichnung nahm er uns als Mitglieder seiner Königsfamilie auf. Martina ist nun eine Yaa – die Mutter des Fons und Ulf bekam ein herrliches Gewand und ist nun ein Schifon – Vater des Fons. Beiden darf man nicht die Hand geben. Sie werden traditionell mit zwei Händeklatschern und einem Kuß in die geschlossenen Hände gegrüßt. Ich selbst wurde zum Nforme ernannt – einem Armeeführer. Als Symbol erhalte ich eine Mütze, die mit der roten Feder des Fenbird geschmückt ist. Mit unserer Dekorierung erhalten wir auch Urkunden, die uns als Mitglieder des Fondom der Dins ausweisen. Dieses Fondom haben wir auch in Deutschland zu repräsentieren. Unsere Ehrentitel begleiteten uns noch die restliche Reisezeit – sie brachten uns Anerkennung und Ehrerbietung. Aber ganz so einfach ist das Leben als Nforme nicht. Noch vor 5 Jahren gab es den letzten Bürgerkrieg zwischen dem Stamm der Din und dem Stamm der Oku. Dabei wurden Häuser zerstört, Felder abgebrannt und Menschen umgebracht.

In der Kirche von Ngiptang wurden wir zu einem Begrüßungsfest der Zone empfangen. Hunderte von Kindern säumten die Straße, sangen und feierten. Es wurde ein grandioses Gemeindefest mit Tanzvorführungen, Musik und den obligatorischen  Ansprachen und Geschenken.

Am Dienstag fuhren wir in die andere Richtung: in die Mbiim-Zone. An der Missionskirche von Buh beteten wir gemeinsam mit den Gastgebern ein Friedensgebet. In dieser Kirche wurde vor einigen Jahren bei Stammesfehden ein Mensch umgebracht. Seit dem fand keine heilige Messe mehr in Buh statt.

In Mbiim empfingen uns wieder hunderte Kinder und Erwachsene zu einem Fest. Manche Lieder wurden extra für uns umgedichtet. Schön war es auch mit dem Rhythmus zu gehen und mittanzen zu können. Am Gesundheitsposten erfuhren wir einiges über die Hauptkrankheiten in Djottin: Malaria und Aids.

Und Mittwoch war der Djottin-Tag. Wir besuchten zuerst das ‚familiy–life-office‘. Dieses wird von Ignatius – einem Lehrer der Grundschule – geleitet. Neben Seminaren und Aufklärungskampagnen zu Aids und Schwangerschaft, werden auch die über 80 (!) Waisenkindern von Djottin  betreut. Auch alleinerziehende Eltern bilden einen Schwerpunkt der Arbeit. Die Lehrer der Grundschule und St. Theresas Aufbauschule zeigten uns, wie mit wenig Material der Unterricht durchgeführt werden muß. Dies war tief beeindruckend. Auch das Gesundheitszentrum von Djottin muß mit einfachen Mitteln die Versorgung der Bevölkerung aufrecht erhalten. So gibt es eine Geburtsstation und sogar eine Apotheke. Einmal im Monat kommt ein Arzt zur Visite.

Auch der Kaffeegenossenschaft statteten wir einen Besuch ab. Der niedrige Preis für Kaffeebohnen ist schlicht eine Katastrophe für die Landbevölkerung. Er deckt noch nicht mal einen Drittel der Kosten für die Produktion ab! Natürlich gab es auch von der Bevölkerung der Djottin – Zone ein Begrüßungsfest mit Gesang, Tanz und Vorführungen.

Der Pfarrgemeinderat von St. Joseph, Djottin, und das Partnerschaftskomitee tagten am Donnerstag von 9.00 bis 16.00 Uhr mit uns. Es war eine sehr tiefe, gute Diskussion und ein vielversprechender Gedankenaustausch. Neben der Vorstellung unserer Gemeinde St. Johannes, Ap. stehen die Ziele und Möglichkeiten der Partnerschaft im Vordergrund. So wurden drei weitere Schritte beschlossen:

  1. Die andere Gemeinde ins Gebet einbeziehen
  2. Voneinander erzählen
  3. Kontakte verbreitern und pflegen

Mit dieser erfüllten Diskussion endete unser Besuch in unser Partnergemeinde Djottin. Wir haben viele neue Freunde kennengelernt und werden voller Freude und Dankbarkeit an unsere Zeit in Djottin zurückdenken.

In den nächsten Tagen besuchten wir mit Father John und Father Daniel noch einige Gemeinden und Einrichtungen des Bistum Kumbos.

So waren wir am Freitag in der Kirchengemeinde Elak, der Partnergemeinde von Stromberg. Hier ist  Father Herrmann Kuffler, der aus Österreich stammt, seit einem Jahr der Pfarrer. Zum Betrieb seines PC’s hat er sogar eine Solaranlage aus Deutschland– mit 10 Jahre Garantie! Die Menschen von Elak gehören dem Stamm der Oku an, die den letzten Bürgerkrieg gegen den Din – Stamm anzettelten. Neben den Gesprächen mit Gemeindemitgliedern, hatten wir auch Zeit den Markt von Elak zu besuchen. Hier verabschiedeten wir uns erst einmal von Father John, der uns die ganze Woche wunderbar begleitet hatte. Zusammen mit Father Dan und Corinna fuhren wir zurück nach Kumbo ins Bischofshaus. Dort übernachteten wir die zweite Woche.

Am Samstag stand der Besuch des  Jugendzentrum Johannes Paul II in Tobin und eine Sitzung des Diocesan – Partnership – Commitees auf dem Programm. Das Jugendzentrum verfügt über eine Bücherei, einen Computerschulungsraum und einer großen Festhalle. Father Dan und sein Team organisieren von hier die Aktivitäten des Youth-Teams auf Bistumsebene. Das neuste Projekt ist der Bau eines Dormitorys – eines Internates – für Schüler und Schülerinnen. Die ersten Steine wurden gebrannt. In einem Jahr soll Eröffnung sein. Dazu freut man sich auf finanzielle Unterstützung aus Limburg.

Father Dan mag es, wenn Sitzungen kurz und knapp sind. So soll die Partneschaftssitzung auch nur knapp 2 Stunden gehen. Leider kommen Cornelius und Michael aus Djottin statt 11.00 Uhr erst um 12.30 Uhr in Tobin an. Sie sind seit 7.00 Uhr unterwegs! Aber es fuhr kein Taxi und so sind sie die meiste Zeit gelaufen! Das sind die Probleme Kameruns! Aus Ako ist auf Grund der Entfernung keiner gekommen. Da die Sitzung so interessant war, hat sie doch bis 15.00 Uhr gedauert. Anschließend haben wir noch Beatrice vom CWA im Krankenhaus besucht. Sie war hoch erfreut und hatte alle Zeit der Welt. Leider hatte Father Dan schon wieder den nächsten Termin ….

Am Sonntag um 6.30 Uhr war die Eucharistiefeier in der Kathedrale von Kumbo. Und die Zelebranten waren –welche eine Überraschung – Father Dan und Father John. Nach dem Gottesdienst waren wir touristisch unterwegs. Mit Bischofs Land Rover (Joe ist gefahren) fuhren wir nach Foumban (Besichtigung des Palastes des Sultans).

Am Montag besuchten wir die Gemeinde Tabenken (Partnerschaft mit Oberrad). Das Problem der Gemeindebäckerei wurde intensiv erörtert. Im Konvent bekamen wir köstliche ‚plantens‘ zu Essen. Das Gesundheitszentrum war gerade neu gebaut worden. Höhepunkt war sicherlich der Besuch bei der Familie Ngi, den Eltern von Makelia. Die Eltern waren glücklich von ihrer Tochter aus Deutschland zu hören. Danach fuhren wir weiter nach Nkambe zu unserem Freund Father Robert Tanto. Es war ein schönes Wiedersehen mit Robert. Wobei ich sagen muß, Nkambe liegt am Ende der Welt. Die Grenze zu Nigeria ist nicht weit. Aber wer weiß, vielleicht wird Nkambe einmal Bischofsstadt. Die Kathedrale wird mit Hilfe des Erzbistums Köln schon gebaut – wobei diese im Moment eine Bauruine ist.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher zur weiterführenden Berufsschule St. Rita. Hier können Jugendliche etwas über Landwirtschaft, Autoreperatur, Elektrik oder Schreinerei lernen. Danach noch ein Kurzbesuch bei der Mutter von Bernhard Kong und bei einem Gesundheitszentrum – jede Fahrt wurde ausgenutzt!

Am Abend war Christian Kardinal Tumi aus Douala zu Besuch im Bischofshaus. Er kommt aus Kumbo und hat seine 107 Jahre alte Mutter besucht. Er selbst ist 75 aber voller Tatendrang. Eine interessante Diskussion über Politik, Aids, Kirche, Kamerun und Deutschland entwickelte sich am Kaminfeuer.

Tom, ein Belgier, leitet das Agrar – Jugend – Pilot – Projekt in Mbiame. Zu einer Besichtigungstour zu dieser Farm waren wir am Dienstag unterwegs. Mit einfachen Mitteln sollen den jungen Leuten die traditionelle Landwirtschaft mit einigen modernen Ansätzen (wie z.B. Kuhstall) beigebracht werden.

Zum Abendessen waren wir auf Einladung von Father Roland in der katholischen Oberschule. Diese Schule besticht durch ihre gute Ausstattung. Ich konnte Father Roland bei der botanisch korrekten Schreibweise der Pflanzen behilflich sein.

Am Mittwoch: besuchten wir mit Father Daniel das Krankenhaus in  Shizong – einem der modernsten Häuser Westafrikas mit Operationssälen und einem neuen Herzzentrum. Auf der Rückfahrt besichtigen wir eine Schneiderei und eine Bäckerei – beides Projekte der Kirche.

Am Nachmittag mußte Martina unbedingt noch auf den Markt ums Stoffe zu kaufen. Sie möchte sich daheim ein Kleid schneidern. Und um fünf hatten wir die Abschlußbesprechung mit Father Peter, Father Eugen und Father Dan. Sie waren hoch erfreut über unsere unkomplizierte Art und haben uns eingeladen, einmal wieder zu kommen.

Abends gab es das obligatorische Abschiedsfest im Bischofshaus. Und was bekam Martina als Überraschung geschenkt? Ein wunderbares Kleid aus Kamerun. Ulf und ich bekamen je eine Jumper-Hemd. Danke! Auch für Brigitta Sassin und unseren Pfarrer Werner Meuer nahmen wir Geschenke mit. Nur Father Dan hat an dem Abend gefehlt. Wo war er? Er hatte noch die Briefe und Protokolle für Deutschland geschrieben!

An Donnerstag. ging es leider zurück nach Douala. Wir machten noch einen Zwischenstop in Bamenda um Julieta, die Schwester von Ephriam, in Ihrem Büro zu besuchen. Zur Begrüßung hatte sie etwas zu Essen mitgebracht: Hühnchen mit Reis. Lecker. Wir essen das zweite Frühstück am Schreibtisch ihres Chef‘s.

Auch in Douala kennt Father Daniel viele Menschen. So fuhren wir zu Schwester Christa, die erst vor wenigen Tagen die Aufgabe übernommen hat, einen Gesundheitsposten in der Stadt mit auf zu bauen. Am Flughafen kümmerte sich ein Freund um unser Gepäck und um die Abwicklung.

Gegen 23.00 Uhr verlassen wir dann Kamerun mit dem Flugzeug über Zürich Richtung Frankfurt. Es war eine schöne und sehr erfahrungsreiche Zeit. Eines Tages werden ich wieder nach Kumbo und Djottin fahren. Ich habe Freunde in Kamerun. (Stefan Hecktor)